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Die 6 wichtigsten Aufgaben eines Abfallbeauftragten

Der Abfallbeauftragte nimmt im Unternehmen eine wichtige Rolle ein, die durch die neue Gewerbeabfallverordnung wesentlich erweitert wurde. Welches Unternehmen einen Abfallbeauftragten (auch genannt Betriebsbeauftragten für Abfall) bestellen muss, wird durch das Kreislaufwirtschaftsgesetz geregelt. Die Aufgaben eines Abfallbeauftragten beziehen sich auf das gesamte Abfallmanagement im Unternehmen. Lesen Sie nachstehend die 6 wichtigsten Aufgaben eines Abfallbeauftragten sowie nützliche Tipps aus der Praxis.

1. Koordination

Die Koordination für eine gesetzeskonforme Abfallwirtschaft des Unternehmens gehört zu dein Aufgaben eines Abfallbeauftragten. Er ist für den gesamten Ablauf verantwortlich: von der Bereitstellung der notwendigen Container, der richtigen Abfalltrennung sowie Abholung und Recycling der Abfälle. Um diese umfangreiche Aufgabe richtig umzusetzen und die Abfallwirtschaft zu optimieren, ist es wichtig, Verantwortung zu übernehmen und vorausschauend zu arbeiten. Neue Verbesserungsmöglichkeiten im Umgang mit Abfällen sollten vom Abfallbeauftragten erkannt und im Betrieb implementiert werden. aufgaben eines abfallbeauftragten Praktische Tipps zur Koordination im Betrieb:
  • Klären Sie die Mitarbeiter über den Umgang mit Abfällen auf
  • Teilen Sie praktische Tipps zum Thema Recycling mit Ihrem Team
  • Erstellen Sie eine Monatsbilanz zur Analyse des Fortschritts

2. Einhaltung der Getrenntsammlung

Ob kleiner, mittelständiger oder großer Betrieb, ob Papier oder Restmüll – in jedem Unternehmen fallen Abfälle an. Abfälle aus Betrieben werden auch als gewerblicher Abfall bzw. Gewerbeabfall bezeichnet. Mit Inkrafttreten der novellierten Gewerbeabfallverordnung, stehen Unternehmen vor einer neuen Herausforderung. Gewerbeabfälle sind seit dem 1. August 2017 nicht nur getrennt zu entsorgen, sondern ebenfalls getrennt zu sammeln. Aufgabe des Abfallbeauftragten ist es, die Einhaltung der Getrennsammlung sicherzustellen.

3. Regelmäßige Kontrollen durchführen

Gemäß dem Kreislaufwirtschaftsgesetz, welches die Aufgaben eines Abfallbeauftragten bestimmt, haben Abfallbeauftragte auch eine überwachende Funktion. Die Überwachung betrifft den gesamten Weg der Abfälle, von ihrer Entstehung bis zu ihrer Beseitigung. Eine regelmäßige Kontrolle sollte sowohl für die Tätigkeiten im Betrieb, als auch für die Dokumentation durchgeführt werden. Kontrolle der Betriebstätigkeiten:
  1. Einhaltung der Getrenntsammlungspflicht
  2. Bereitstellung Abfallbehälter in richtiger Größe (kein Überquellen)
  3. Rechtzeitige Entleerung der Abfallbehälter durch einen Entsorger
  4. Überprüfung des Kosten / Leistungsverhältnisses
Dokumentationspflicht:
  1. Sicherstellen, dass Entsorgungsunternehmen die notwendigen Voraussetzungen erfüllen
  2. Dokumentation der Trennung der Abfallfraktionen (siehe Punkt 4)
  3. Dokumentation der sachgemäßen Entsorgung sowie ggf. Abweichungen
  4. Anmeldung und separate Entsorgung von Sondermüll

4. Die gesetzlichen Vorschriften erfüllen

aufgaben abfallbeauftragter
Eine Zusammenfassung der Dokumentationspflicht sowie hilfreiche Tipps zur Umsetzung finden Sie in unserem kostenlosen E-Book ‘Alles was Sie wissen müssen zur novellierten Gewerbeabfallverordnung’
Abfall wird durch die Bundesregierung streng kontrolliert. Zum einen, weil unsachgemäßer Umgang mit Abfall fatale Auswirkungen auf die Umwelt hat, zum anderen, weil die Bundesregierung die Recyclingquote verbessern möchte. Aufgabe des Abfallbeauftragten ist es, Sorge zu tragen, dass im Unternehmen alle gesetzlichen Vorschriften erfüllt werden. Ebenso muss der Abfallbeauftragte bei einer Prüfung in der Lage sein, eine vollständige Dokumentation über die gesetzeskonforme Abfallwirtschaft im Betrieb vorlegen können, auf Anforderung der Behörde sogar digital. Die Dokumentationspflicht gehört mit zu den größten Herausforderungen in der Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften, die am 1. August 2017 mit der Gewerbeabfallverordnung in Kraft getreten ist.

5. Abfallbeauftragten fördern Recycling

Zu den Aufgaben eines Abfallbeauftragten zählt auch, das Recycling maximal zu fördern. Um die Recyclingquote im Unternehmen zu verbessern, sollten umweltfreundliche Alternativen zu bisher suboptimalen Entsorgungswegen gefunden werden. Hierzu zählt auch, das Entstehen von Abfällen im Betrieb zu reduzieren, in dem der sparsame Umgang mit Ressourcen gefördert wird. Durch die Optimierung der Transportwege lässt sich das Recycling weiterhin vorantreiben. Der Abfallbeauftragter ist der Ansprechpartner in Sachen Abfall: somit sollte er das gesamte Unternehmen bei Problemen und Neuerungen auf dem Laufenden halten. Da die Nachhaltigkeit eines Betriebs auch von Interesse der Kunden ist, ist Öffentlichkeitsarbeit wichtig. Diese kommuniziert das Umweltbewusstsein und hilft einem Unternehmen, Kunden zu gewinnen bzw. zu binden. Praktische Tipps im Umgang mit Kommunikation: Mit vierteljährigen Meetings zum Thema Abfallwirtschaft und einer engen Zusammenarbeit im Unternehmen, können Probleme besser erkannt und Lösungen im Team erarbeitet werden.

6. Dokumentation verwalten

Wie bereits in Punkt 4 erwähnt, gehört die Dokumentationspflicht zu den wichtigsten Aufgaben eines Abfallbeauftragten. Während Organisation der Abfallwirtschaft bislang eher eine interne Rolle spielte (z.B. Aufbewahrung der Belege für die Buchhaltung), wird die Dokumentation der Einhaltung der Vorschriften über Gewerbeabfall nun auch behördlich vorgeschrieben. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) schreibt vor, dass ein Abfallbeauftragter der Geschäftsführung einen jährlichen Bericht über die Entsorgungssituation im Betrieb vorlegen muss. Dieses Dokument sollte folgende Punkte umfassen:
  • Darstellung aller umgesetzten und geplanten Maßnahmen zum Thema Abfall
  • Übersicht bzw. Statistik der angefallenen Abfallarten und -mengen (Abfallbilanz)
  • Übersicht der genutzten Entsorgungswege
Wussten Sie schon? Belege wie Lieferscheine, Wiegescheine, Rechnungen und Nachweise über Abfallmengen sollten an einem Ort aufbewahrt werden und ständig aktualisiert werden. Eine tabellarische Übersicht mit den wichtigsten Kennziffern hilft, Probleme zu erkennen, bevor diese entstehen und somit Zeit und Kosten sparen.

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