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Die 6 wichtigsten Aufgaben eines Abfallbeauftragten

Der Abfallbeauftragte nimmt im Unternehmen eine wichtige Rolle ein, die durch die neue Gewerbeabfallverordnung wesentlich erweitert wurde. Da in den meisten Unternehmen Abfälle anfallen, sollte sich jedes Unternehmen mit der Abfallwirtschaft auseinandersetzen. 
Lesen Sie nachstehend die 6 wichtigsten Aufgaben eines Abfallbeauftragten sowie nützliche Tipps aus der Praxis.

1. Verantwortung übernehmen

Die Verantwortung für eine gesetzeskonforme Abfallwirtschaft des Unternehmens liegt beim Abfallbeauftragten. Er ist für den gesamten Ablauf verantwortlich: von der Bereitstellung der notwendigen Container, der richtigen Abfalltrennung sowie Abholung und Recycling der Abfälle. Um diese umfangreiche Aufgabe richtig umzusetzen und die Abfallwirtschaft zu optimieren, ist es wichtig, Verantwortung zu übernehmen und vorausschauend zu arbeiten. Neue Verbesserungsmöglichkeiten im Umgang mit Abfällen sollten erkannt und im Betrieb kommuniziert werden.
Praktische Tipps im Umgang mit Mitarbeitern:  
  • Klären Sie die Mitarbeiter über den Umgang mit Abfällen auf
  • Teilen Sie praktische Tipps zum Thema Recycling mit Ihrem Team
  • Erstellen Sie ein Monatsreport zur Kontrolle des Fortschritts
      Praktische Tipps zur Aufstellung von Abfallbehältern:
  • Ausreichend Abfallbehälter an den Bereichen im Betrieb, wo der Abfall entsteht (siehe Punkt 4)
  • Beschilderungen und Kennzeichnungen der Abfallbehälter verdeutlichen, welche Abfallsorten in welchen Container gehören (und welche nicht!)
  • Belehrung der Mitarbeiter über Getrenntsammlung und Entsorgung von Abfällen (z.B. Übersicht der Abfallfraktionen, Entsorgungsunternehmen…)
  • Regelmäßige Entleerung der Abfallbehälter, bevor diese überfüllt sind (90% Füllmenge bei Abholung ist optimal)

2. Einhaltung der Getrenntsammlung

Ob kleiner, mittelständiger oder großer Betrieb, ob Papier oder Restmüll – in jedem Unternehmen fallen Abfälle an. Abfälle aus Betrieben werden auch als gewerblicher Abfall bzw. Gewerbeabfall bezeichnet. Mit Inkrafttreten der novellierten Gewerbeabfallverordnung, stehen Unternehmen vor einer neuen Herausforderung. Gewerbeabfälle sind seit dem 1. August 2017 nicht nur getrennt zu entsorgen, sondern ebenfalls getrennt zu sammeln.  

Wussten Sie schon?

Mit der Mein Recycling App können Sie die Entleerung aller Abfallbehälter planen, beauftragen und optimieren.

3. Regelmäßige Kontrollen durchführen

Gemäß dem Kreislaufwirtschaftsgesetz, welches die Pflichten eines Abfallbeauftragten bestimmt, haben Abfallbeauftragte auch überwachende Funktion. Die Überwachung betrifft den gesamten Weg der Abfälle, von ihrer Entstehung bis zu ihrer Beseitigung. Eine regelmäßige Kontrolle sollte sowohl für die Tätigkeiten im Betrieb, als auch für die Dokumentation durchgeführt werden.

Kontrolle der Betriebstätigkeiten:
  1. Einhaltung der Getrenntsammlungspflicht
  2. Bereitstellung Abfallbehälter in richtiger Größe (kein Überquellen)
  3. Rechtzeitige Entleerung der Abfallbehälter durch einen Entsorger
  4. Überprüfung des Kosten / Leistungsverhältnisses
Dokumentationspflicht  
  1. Sicherstellung, dass Entsorgungsunternehmen die notwendigen Voraussetzungen erfüllen
  2. Dokumentation der Trennung der Abfallfraktionen (siehe Punkt 4)
  3. Dokumentation der sachgemäßen Entsorgung sowie ggf. Abweichungen
  4. Anmeldung und separate Entsorgung von Sondermüll
Eine Zusammenfassung der Dokumentationspflicht sowie hilfreiche Tipps zum Umsetzen finden Sie in unserem kostenlosen E-Book ‘Alles was Sie wissen müssen zur novellierten Gewerbeabfallverordnung’

4. Die gesetzlichen Vorschriften erfüllen

Abfall wird durch die Bundesregierung streng kontrolliert. Zum einen, weil unsachgemäßer Umgang mit Abfall fatale Auswirkungen auf die Umwelt hat, zum anderen, weil die Bundesregierung die Recyclingquote verbessern möchte. Der Abfallbeauftragte ist dafür verantwortlich, dass im Unternehmen alle gesetzlichen Vorschriften erfüllt werden. Ebenso muss der Abfallbeauftragte bei einer Prüfung in der Lage sein, eine vollständige Dokumentation über die gesetzeskonforme Abfallwirtschaft im Betrieb vorlegen können, auf Anforderung der Behörde sogar digital. Die Dokumentationspflicht gehört mit zu den größten Herausforderungen in der Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften, die am 1. August 2017 mit der Gewerbeabfallverordnung in Kraft getreten ist.

Wussten Sie schon?

Unternehmen sind verpflichtet, die Dokumentationspflicht auch in digitaler Form vorlegen zu können. Mit der Mein Recycling App haben Sie eine digitale Lösung zur zeitsparenden und gesetzeskonformen Umsetzung der Dokumentationspflicht.

5. Recycling fördern

Zu den Aufgaben eines engagierten Abfallbeauftragten zählt auch, das Recycling zu fördern. Um die Recyclingquote im Unternehmen zu verbessern, sollten umweltfreundliche Alternativen zu bisher suboptimalen Entsorgungswegen gefunden werden. Hierzu zählt auch, das Entstehen von Abfällen im Betrieb zu reduzieren, in dem der sparsame Umgang mit Ressourcen kommuniziert wird. Durch die Optimierung der Transportwege lässt sich das Recycling weiterhin vorantreiben. Der Abfallbeauftragter ist der Ansprechpartner in Sachen Abfall: somit sollte er das gesamte Unternehmen bei Problemen und Neuerungen auf dem Laufenden halten. Da die Nachhaltigkeit eines Betriebs auch von Interesse der Kunden ist, ist auch Öffentlichkeitsarbeit wichtig, um das Umweltbewusstsein zu kommunizieren und somit Kunden zu gewinnen bzw. zu binden.
Praktische Tipps im Umgang:   
  • Mit vierteljährigen Meetings zum Thema Abfallwirtschaft und einer engen Zusammenarbeit im Unternehmen, können Probleme besser erkannt und Lösungen im Team erarbeitet werden.

6. Dokumentation verwalten

Wie bereits in Punkt 4 erwähnt, gehört die Dokumentationspflicht zu den wichtigsten Abfallbeauftragten. Während Organisation der Abfallwirtschaft bislang eher eine interne Rolle spielte (z.B. Aufbewahrung der Belege für die Buchhaltung), wird die Dokumentation der Einhaltung der Vorschriften über Gewerbeabfall nun auch behördlich vorgeschrieben. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) schreibt vor, dass ein Abfallbeauftragter der Geschäftsführung einen jährlichen Bericht über die Entsorgungssituation im Betrieb vorlegen muss. Dieses Dokument sollte folgende Punkte umfassen:  
  • Darstellung aller umgesetzten und geplanten Maßnahmen zum Thema Abfall
  • Übersicht bzw. Statistik der angefallenen Abfallarten und -mengen (Abfallbilanz)
  • Übersicht der genutzten Entsorgungswege
Wussten Sie schon? Belege wie Lieferscheine, Wiegescheine, Rechnungen und Nachweise über Abfallmengen sollten an einem Ort aufbewahrt werden und ständig aktualisiert werden. Eine tabellarische Übersicht mit den wichtigsten Kennziffern hilft, Probleme zu erkennen, bevor diese entstehen und somit Zeit und Kosten sparen.
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